Category Archives: Presentation Art

Besser präsentieren – das lernt man bei einem Gentleman Konzert

Präsentationstechnik und Redegewandheit sind mit Sicherheit zwei der wichtigsten Fähigkeiten, die man als Softwareentwickler heutzutage haben sollte.

Ich war kürzlich bei einem Gentleman-Konzert und habe hier wieder genau wie  kürzlich bei Philipp-Poisel erstaunliche Parallelen zwischen Künstlern und Referenten festgestellt.

Quelle: Shutterstock

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Was macht eine wirklich gute Präsentation aus?

Die Verbindung mit dem Publikum.

Die wichtigste Aufgabe eines Referenten während eines Vortrages ist es, eine Verbindung mit dem Publikum herzustellen. Jeder Zuhörer sollte sich persönlich angesprochen fühlen.

Wie macht das Gentleman?

Sprich einzelne Zuhörer direkt an

Ein Fan in der vordersten Reihe hat wohl besonders gefeiert (ich konnte leider nicht genau erkennen, wie er das gemacht hat). Gentleman hat diesen Fan gefragt “Dir gehts gut oder?”.
Als der Fan dies bejaht spricht Gentleman alle an und sagt “This is what Music does to People

Zumindest dieser eine Fan wird sich noch eine ganze Weile an dieses Konzert erinnern und somit hat Gentleman für mindestens einen Zuhörer schon das wichtigste Ziel erreicht.

Es muss Spaß machen

Als Referent sollte man Spaß am Thema und am Vortrag haben (deswegen machen wir das Ganze doch). Bei Gentleman sieht und spürt man das eindeutig. Mitten im Konzert gibt Gentleman seiner Band ein Handzeichen mit der Musik aufzuhören. Er gibt seinem Bassisten ein weiteres Zeichen und setzt sich gleichzeitig vorne auf die größte Monitor-Box.

Der Bassist legt los und Gentleman freut sich, dass sein “Sitz” unglaublich vibriert und zwar bestimmt drei Minuten lang.

Das Ganze hat nichts mit dem eigentlichen Thema (dem Konzert) zu tun, lockert aber die Stimmung auf und jeder freut sich über die kurze Einlage.

Wir als Referenten haben die Aufgabe, die Zeit die die Zuhörer in unserem Vortrag verbringen angenehm zu gestalten. Die Zuhörer sollen sich überhaupt und gern an den Vortrag erinnern.

Teile persönliche Geschichten

Bei einem bestimmten Song erzählt Gentleman die Geschichte eines guten Freundes der leider verstorben ist und dem dieser Song gewidmet ist.

Persönliche Geschichten und Erfahrungen machen es uns einfach, eine Verbindung mit dem Publikum herzustellen.

Folgende Bücher kann ich zum Thema Präsentationstechnik empfehlen, in denen genau auf diese Punkte eingegangen wird.

Besser präsentieren – das lernt man bei einem Philipp Poisel Konzert

Gut zu präsentieren ist eine Schlüsselqualifikation im täglichen Geschäft. Eine einfache und wirklich billige Möglichkeit, aus der Masse hervorzustechen und Informationen wirklich so aufzubereiten, dass Sie beim Publikum hängen bleiben.

Quelle: Shutterstock

Quelle: Shutterstock / PressMaster

Kürzlich hatte ich das Vergnügen, einen wirklich guten Präsentator live auf der Bühne zu sehen und das war Philipp Poisel. Wie aber unterscheidet sich die Art und Weise, wie Philipp Poisel seine Lieder präsentiert im Vergleich zu anderen Präsentatoren?

Connect

Ein wirklich wichtiges Instrument einer guten Präsentation ist das Herstellen einer Verbindung mit dem Publikum. Dies gilt insbesondere für Konzerte, ist aber auch für jegliche Art von Präsentation unerlässlich.

Welche Möglichkeiten gibt es hierfür?

Stories und Geschichten

Philipp erzählt zwischen den Liedern gerne persönliche Geschichten aus seinem Leben. Das hilft dem Publikum, sich mit ihm zu identifizieren, ihn besser kennenzulernen. Beispielsweise erzählt Phillipp minutenlang vor “Im Garten von Gettis” von seinem Urlaub auf der französchen Insel Île d’Yeu, von dem das Lied schlussendlich auch handelt.

Oder er erzählt vor “Wo fängt Dein Himmel an” von einer Freundin in Schweden, wie oft er dort hingefahren ist und wie schön es ist, den ganzen Tag Nacht oder die ganze Nacht Tag zu haben.

Ein sehr schönes Beispiel für die Art von Geschichten wie Philipp sie erzählt auf der Bühne sind in diesem Video zu finden.

Emotionen

Philipp scheut sich nicht Emotionen zu zeigen. Vor allem beim Vorstellen seiner Band zeigt sich das ganz deutlich und man sieht, wie stolz er ist, mit dieser Band unterwegs zu sein.

Auch am Ende der Show bedankt sich Philipp tausendfach, und man ist geneigt, es ihm abzunehmen, dass es wirklich so gemeint ist.

Emotionen auf der Bühne sind ein ganz essentieller Bestandteil einer Präsentation. Man sollte sich nicht scheuen, Emotionen mit einzubauen.

Spaß und Begeisterung

Man sieht, dass jeder auf der Bühne wirklich Spaß hat. Es ist völlig ungezwungen. Ein spassiger Abend.

Was ich öfter höre ist “Schön, wie ungezwungen Du das rüberbringst” oder “Man merkt, dass Du wirklich überzeugt von dem Thema bist“.

Begeisterung ist ansteckend, und je begeisterter jemand von einer Präsentation ist, desto mehr wird davon hängenbleiben.

“Its not important what you tell, it´s what the People remember”

Und Begeisterung ist einer der Schlüssel hierzu.

Leave with a Bang

Es ist wichtig, am Ende einer Präsentation nicht einfach “Danke..” zu sagen und zu verschwinden. Was am Ende passiert ist das, was später am ehesten mit der Präsentation in Verbindung gebracht wird.

Philipp Poisel dreht bei der zweiten Zugabe nochmal richtig auf. Max Herre (mit dem wirklich keiner gerechnet hat) kommt auf die Bühne für “Wolke 7″, maskierte Menschen mit Feuerkerzen und viel viel Energie machen das Ende einer gelungenen Show nochmal spannend.

Das Ende sollte immer Elemente beinhalten, an die man sich erinnert. Dies kann beispielsweise eine kleine Geschichte sein, ein visueller Effekt? Oft reicht auch eine besondere Folie die den Inhalt der Präsentation noch einmal in einem anderen Licht zeigt. Es lohnt sich jedenfalls, sich über das Ende einer Präsentation Gedanken zu machen.

Beziehe das Publikum mit ein

“People like to be important”. Das wird klar, sobald Max Herre auf die Bühne kommt und sofort anfängt, das Publikum mit einzubeziehen – Hände gehen nach oben und jeder macht mit. Niemand lernt nur durch zuschauen, sondern am besten lernen Menschen, indem sie zuhören, aktiv werden und mitmachen.

Dies kann in einer Präsentation durch offene Fragen geschehen, Gruppenarbeiten, interaktive Diskussionen etc. Hauptsache, das Publikum wird mit einbezogen.

Achtung – alle in diesem Artikel verwendeten Links sind öffentlich zugängliche Informationen über Philipp Poisel. Ich übernehme keinerlei Verantwortung für deren Inhalte, auf die hier lediglich verlinkt wird.

Folien zu “Besser Gits nicht – Best Practices mit GIT” sind jetzt auf Slideshare verfügbar

Die Folien zum Talk beim Herbstcampus 2012 in Nürnberg sind hier zu finden:


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Präsentationen erfolgreich vorbereiten – Schritt 1 – Brainstorming

Hallo zusammen,

da ich momentan gerade eine ganze Menge verschiedener Workshops vorbereite, stelle ich hier Schritt für Schritt vor, wie genau ich dabei vorgehe.

Zunächst mal bleibe ich weit weg von jedem Rechner und jeder Präsentationssoftware (welche Software ich einsetze etc., dazu später).

Das Thema ist meist ja bereits vorgegeben, nicht jedoch, wie ein bestimmtes Thema präsentiert werden soll, auch welche Art und Weise gearbeitet werden soll. Wenn ich anfange, ist mein Kopf meistens recht leer und ich weiß nicht so recht, wie ich anfangen soll.

Eine wirklich wunderbare Technik, um diese Leere mit Inhalt zu füllen ist Brainstorming, bzw. das Erstellen einer Mindmap. Wie eine solche Mindmap aussehen kann, seht ihr im folgenden Bild.

Ich schließe mich also zunächst für 3-4 Stunden in einem Zimmer ein und Erstelle die initiale Grundidee.

Was aus dieser Grundidee entstehen kann wird im nächsten Teil erklärt.

Diese Technik hat noch niemals nicht funktioniert, also ein Versuch ist es zumindest wert. Diese Technik läßt sich nicht nur für das Vorbereiten von Präsentationen verwenden.

Wie geht ihr denn die Problematik an? Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.